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Merry Christmas and Happy New Year!:)

Erstmal noch frohe Weihnachten nachträglich und schonmal einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Mein Weihnachten war natürlich total anders als ichs gewohnt bin, aber es war trotzdem toll. Am 24. hab ich Christoph vom Flughafen abgeholt und wir haben am Abend Bescherung gemacht (mit Geschenken von der ganzen Familie, das war toll). Am nächsten Tag haben wir uns Wellington angeschaut. Hier wird Weihnachten ja am 25.12. erst gefeiert, deshalb haben wir an diesem Abend dann mit einigen aus dem Hostel noch ein großes Christmasdinner abgehalten. Es gab aus jedem beteiligten Land etwas: Mac´nCheese (Amerika/Kanada), Muffins (Amerika), "Gans" (gab nur einen Truthahn..) Knödel und Kartoffelsalat (Deutschland) und Stew (England). Der Italiener hat Tomatensoße beigesteuert..warum auch immer.
Dann gings nach Napier, dort war es richtig heiß und wir sind zum Strand, zu Wasserfällen und zu einen Lookout gefahren (die Aussicht war echt toll). Abends waren wir mit Freunden, mit denen wir uns dort getroffen haben noch Essen und Feiern. Hätt ich auch nie gedacht, dass ich den zweiten Weihachtsfeiertag mal so verbringen würde..
Unser nächtes Hostel in Gisborne war früher mal ein Kloster. Deshalb heißt es "Flying Nun Hostel". Unser Zimmer war sehr schön, die Küche war allerdings nicht besonders sauber...das könnte aber auch an den vielen (seehr vielen) Spaniern liegen, die gleichzeitig dort waren und mehr oder weniger von Früh bis Spät gekocht haben.
Heute ging die Reise weiter ins Landesinnere, nach Turangi. Von hier aus werden wir morgen das "Tongariro Crossing" (die angeblich schönste Tageswanderung Neuseelands) machen.
Es ist wirklich schön jemanden von zuhause hier zu haben, vor allem natürlich zur Weihnachts-/Silvesterzeit. Und es ist schön nicht mehr alleine im Bus sitzen zu müssen. Und es ist schön mal wieder ein "richtiges" Bett zu haben, also kein Stockbett...Es ist einfach allgemein sehr sehr schön

31.12.16 00:28, kommentieren

Kulturschock

Seit 1 1/2 Wochen bin ich jetzt hier bei meinem WWOOFing Job in Taumarunui. Mittlerweile gefällt es mir richtig gut hier.
Die Besitzer des Gartens in dem ich arbeite sind Maori und schon über 70. Sie sind sehr nett, aber der Umgangston ist einfach anders. "Fuck" und "Shit" sind hier ganz normal (mit der Entschuldigung, dass die Briten die Schimpfwörter mitgebracht haben, in Maori gibt es angeblich kein einziges). Auch die mir bekannten Tischmanieren gibt es hier nicht, rülpsen am Tisch ist nichts Besonderes. Während sie in einem Haus zehn Minuten vom Garten entfernt wohnen, wohne ich direkt auf dem Gelände in einer kleinen Baracke (ohne Strom und warmes Wasser, also zum Handyladen und Duschen muss ich zu ihnen ins Haus fahren).
Eine Nacht lang war ich alleine, damit bin ich nicht so zurecht gekommen, weil mir alles nicht so sicher erschien. (Ich konnte meine Tür nicht abschließen und das große Tor war mit einem Mini-Vorhängeschloss gesichert...und die Gegend ist schon etwas abgelegen) Es war erst meine dritte Nacht hier und die Franzosen die bis dahin dort mitgewohnt haben, sind an diesem Tag abgereist. Zum Glück haben mich meine Hosts verstanden und am nächsten Tag zog eine Französin in die Baracke nebenan. Außerdem haben sie gleich mehrere Schlösser an den Türen angebracht, damit ich mich sicherer fühle.
Also jetzt gehts mir hier viel besser. Daran, dass mein einziges Licht eine Taschenlampe ist und das Haus Geräusche macht, hab ich mich mittlerweile gewöhnt, genauso wie an den Umgangston. Ich hab mich viel mit Pal und Pip (die Hosts) unterhalten und sie waren ziemlich interessiert, wie sich unsere Leben so unterscheiden. Ich hab auch einiges über die Maorikultur gelernt. Mädchen dürfen zum Beispiel wenn sie ihre Periode haben keine Pflanzen pflanzen, da sie glauben, dass Blut generell schlecht ist und es Auswirkungen auf das Wachstum der Pflanzen hat. Apropos Gartenarbeit. Ich habe hier im Garten schon ziemlich viel Unkraut gejätet und einige Tomatenpflänzchen gepflanzt.
Coralee (die Französin) und ich wurden auch schon an eine Bekannte "verliehen", die gerade ihren Frühjahrsputz gemacht hat und Hilfe gebrauchen konnte.
Ordnung/Sauberkeit ist in Neuseeland generell nicht so wichtig hab ich das Gefühl und die Menschen heben wohl gerne alles Mögliche auf. Denise (die Frühjahrsputzfrau ) ) hat zum Beispiel unzählige leere Behältnisse in ihren Schränken. Boxen, Gläser, Eimer. Und Zeitschriften von 1998 bis heute. Und einen Essensvorrat der bestimmt Jahre reicht. Ihr Haus hat wohl schon länger keinen Putzlappen mehr gesehen, alles war voller Staub und Spinnweben...da fühlt man sich doch gleich viel besser, wenn mans sauber gemacht hat..ich würde ja nicht gerne in so viel Dreck leben.
Naja die Menschen sind auf jeden Fall sehr sehr gastfreundlich. Ein Freund meiner Hosts ist Mitglied im Wanderclub (der ganze 7 Mitglieder zählt) und hat und letzte Woche mit auf eine Wanderung durch den Busch (vor allem durch den Matsch..) genommen. Die Mitglieder waren alle Rentner, aber es hat Spaß gemacht sich ihre Geschichten anzuhören und ihre ganzen Fragen zu beantworten (die Meisten sind noch nie außerhalb Neuseelands gewesen, war fast unvorstellbar für mich, aber bis ins nächste Land brauchen sie, abgesehen von Australien, ja Ewigkeiten mit dem Flugzeug...). Gestern hat uns Billy, ein weiterer Bekannter, mit nach Rotorua genommen. Er ist dort hingefahren um seine Tochter und ihre Kinder zu besuchen. Die Stadt ist ja bekannt für ihre brodelnden Schwefelquellen und die haben wir dann natürlich auch angeschaut. Danach gabs noch ein BBQ bei einem anderen Familienmitglied. Billy ist ein Wildschweinferkel zugelaufen, das er jetzt überall hin mitnimmt. Pongo (das heißt schwarz auf Maori..sehr kreativ) ) saß also die ganze 3h Fahrt im Kofferraum, zusammen mit Queen, dem Hund. Freunde werden die zwei auch nicht mehr glaub ich und so ein Ferkel kann ganz schön laut werden, wenn es unzufrieden ist..
Am Mittwoch gehts nach Wellington..noch sechs mal schlafen, dann ist Weihnachten!

18.12.16 06:43, kommentieren