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Erste Eindrücke von der Südinsel

Die Südinsel ist wirklich sehr sehr schön. Weil hier nur ca. 20% der 4.5 Millionen Einwohner Neuseelands wohnen (und die Insel auch noch größer als die Nordinsel ist) gibt es hier ganz viel Natur (ja noch mehr als im Norden) und vor allem viele Nationalparks. In einem war ich auch schon, aber dazu gleich.
Erstmal hab ich mir ein paar Tage das Leben in Picton, dem "Tor zum Paradies" angeschaut. Hier kommen auch Kreuzfahrtschiffe öfter mal vorbei, die nicht selten mehr als 4000 Passagiere haben, die natürlich alle Picton anschauen wollen. Die Stadt selbst hat nicht mal 4000 Einwohner und es ist unglaublich was unternommen wird sobald das Schiff anlegt. Es gibt einen Markt mit Kunsthandwerk, vor fast jedem Geschäft steht ein Schild mit " Welcome Passengers of ship xy " und die Cafés sind zum Brechen voll (arme Fiona, die als Tellerwäscherin in einem arbeitet...). Ansonsten ist es in Picton eigentlich eher ruhig, selbst wenn mehrmals am Tag Fähren von der Nordinsel ankommen.
Nach ein paar Nächten hab ich mich auf den Weg nach Nelson gemacht. Ich hab zwar die frisch gebackenen Scones zum Frühstück vermisst, aber das Hostel in Nelson war ansonsten wirklich top. Ich habe ein Einzelzimmer zum Preis von einem Mehrbettzimmer bekommen, weil mich der Besitzer nicht mit drei schnarchenden Jungs (seine Worte) in ein Zimmer stecken wollte.Das hab ich ihm schon hoch angerechnet (ich hasse hasse hasse es in einem Zimmer mit schnarchenden Menschen schlafen zu müssen). Das Hostel hatte übrigens nur sieben Betten und war auch ansonsten sehr familiär, man hat zum Beispiel Küche und Bad mit der dreiköpfigen (Hostelbesitzer-)Familie geteilt. Für mich wäre das zwar nichts immer mit sieben anderen zusammen zu wohnen, aber sie schienen ganz zufrieden damit, vor allem Jamie, der neunjährige Sohn, weil er so jeden Tag mit jemand anderem Papierflieger basteln konnte. In Nelson liegt das "Geographische Zentrum Neuseelands" (heißt also genau die Mitte von Nord- und Südinsel zusammen). Dort bin ich mit Tessa, eine Niederländerin, die ich im Bus kennengelernt habe, hingegangen und wir haben uns auch noch die Christchurch Cathedral angeschaut, die das Wahrzeichen der Stadt ist. Naja..begeistert hat sie uns jetzt ehrlichgesagt nicht. Ich hab außerdem noch "Karstens Wurstladen" in Nelson entdeckt. Da gab es Bockwurst, Currywurst und "Fleischkäse"...Leberkas halt. Habs allerdings nicht probiert, sah nicht soo toll aus und teuer wars auch.
Spontan hab ich mich dann entschieden eine Tageswanderung im Abel Tasman Nationalpark zu machen, dem kleinsten Nationalpark der Südinsel (kaum zu glauben, der kam mir schon ziemlich groß vor). Man ist erstmal mit einem Wassertaxi zu dem Einstiegspunkt gefahren und konnte von da aus dann zurücklaufen. (Die Boote wurden von Traktoren ins Wasser gezogen)
Die Wanderung war wirklich toll! Ich hab die Dropboxbilder aktualisiert, da könnt ihr euch ein paar Bilder davon ansehen, wenn ihr wollt.
Jetzt bin ich gerade in Westport, an der Westküste. Vielleicht liegt es daran, dass Sonntag ist und es dauernd regnet aber die "Stadt" kommt mir vor wie ausgestorben...hat auch was, der Spaziergang, den ich gerade gemacht habe war sehr entspannend, so ganz ohne Menschen.
Morgen geht es weiter nach Charleston, wo ich für eine Woche in einem Holiday Park (sowas wie ein Motel) arbeiten werde. Ich werde ganz schön viel zu schleppen haben. Dort gibt es nämlich keinen Supermarkt, was bedeutet, dass ich Essen für eine Woche mitnehmen muss...ich hoffe ich hab nicht irgendwas vergessen einzukaufen.

22.1.17 08:37

Letzte Einträge: Kulturschock, Merry Christmas and Happy New Year!:), Ab in den Süden, Faszinierende Westküste:), Neuer Blog!!

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